TabellenFaktura erreicht mit Version 1.5.2 einen wichtigen Meilenstein: Die veröffentlichte Windows-Software ist digital mit der bestätigten Unternehmensidentität der Agentur Zentral GmbH signiert. Zum Einsatz kommt Microsoft Azure Artifact Signing, der vollständig verwaltete Signierdienst von Microsoft. Damit erhält Windows eine kryptografisch prüfbare Antwort auf zwei zentrale Fragen: Von welchem Unternehmen stammt die Datei – und wurde sie nach der Signierung verändert?
Der Installer, das Excel-Add-in, die Vorschaukomponente und der Updatehelfer von TabellenFaktura 1.5.2 tragen eine gültige Authenticode-Unternehmenssignatur. Als Herausgeber ist die Agentur Zentral GmbH hinterlegt. Sämtliche Signaturen besitzen zusätzlich einen vertrauenswürdigen Zeitstempel.
Was eine digitale Softwaresignatur leistet
Eine digitale Signatur verbindet eine veröffentlichte Datei kryptografisch mit einer überprüften Herausgeberidentität. Windows kann die Signatur beim Öffnen, Installieren oder Prüfen der Dateieigenschaften auswerten. Bei TabellenFaktura erscheint dadurch nicht nur ein beliebiger Dateiname, sondern die bestätigte Organisation Agentur Zentral GmbH als Herausgeber.
Gleichzeitig schützt die Signatur die Integrität der Datei. Schon eine nachträgliche Änderung an einem signierten Programmteil führt dazu, dass die ursprüngliche Signatur nicht mehr zur Datei passt. Windows kann diesen Widerspruch erkennen. Das gilt unabhängig davon, ob die Veränderung unbeabsichtigt, durch einen beschädigten Download oder durch Manipulation entstanden ist.
Die Signatur betrifft die Softwareverteilung. Sie ist keine elektronische Signatur einer mit TabellenFaktura erzeugten Rechnung und verändert weder ZUGFeRD noch XRechnung. Rechnungsdaten bleiben weiterhin lokal auf dem Windows-PC.
Warum Microsoft Azure Artifact Signing?
Code-Signing-Zertifikate müssen nicht nur ausgestellt, sondern auch wirksam gegen Missbrauch geschützt werden. Microsoft Azure Artifact Signing übernimmt dafür den Lebenszyklus von Zertifikaten und Signierschlüsseln als verwalteter Dienst. Die privaten Schlüssel werden nicht als exportierbare Zertifikatsdatei an den Softwarehersteller ausgegeben. Microsoft verwaltet Erzeugung und Verwendung in geschützten Hardware-Sicherheitsmodulen.
Für TabellenFaktura wird das Modell Public Trust verwendet. Dessen Zertifikatskette ist auf öffentlich verteilte Windows-Anwendungen ausgerichtet und Bestandteil des Microsoft-Vertrauensmodells. Vor der Freigabe eines solchen Zertifikatsprofils steht eine Identitätsprüfung. Erst nach bestätigter Unternehmensidentität kann die Agentur Zentral GmbH als verifizierter Herausgeber signieren.
Der Signiervorgang arbeitet inhaltsvertraulich: Die fertige Programmdatei bleibt auf dem Signierrechner. An den Dienst wird der für die Signatur benötigte kryptografische Fingerabdruck übermittelt, nicht der vollständige Dateiinhalt. Die von Azure erzeugte Signatur wird anschließend in die lokale Datei eingebettet.
Der Signierungsprozess von TabellenFaktura
Die Reihenfolge ist entscheidend. Eine Signatur wird erst auf die endgültige Datei angewendet. Danach wird der SHA-256-Wert des signierten Installers berechnet und im geschützten Download- und Updateprozess hinterlegt. Würde die Datei anschließend verändert, stimmten weder Signatur noch veröffentlichte Prüfsumme mit dem freigegebenen Stand überein.
Welche Bestandteile sind signiert?
| Bestandteil | Aufgabe | Nutzen der Signatur |
|---|---|---|
| MSI-Installer | Installiert TabellenFaktura unter Windows | Herausgeber und Unverändertheit lassen sich bereits vor der Installation prüfen |
| Excel-Add-in | Stellt die Funktionen direkt in Microsoft Excel bereit | Auch die zentrale Anwendungskomponente ist der bestätigten Herausgeberidentität zugeordnet |
| PDF-/XML-Vorschau | Zeigt erzeugte Rechnung und strukturierte Daten zur Kontrolle an | Die zusätzlich geladene Programmkomponente ist ebenfalls signiert |
| Updatehelfer | Begleitet die kontrollierte Aktualisierung bei geschlossenem Excel | Der ausführende Bestandteil des Updatewegs besitzt dieselbe Unternehmenssignatur |
Der Zeitstempel macht die Signatur dauerhaft prüfbar
Microsoft Artifact Signing verwendet bewusst kurzlebige Code-Signing-Zertifikate. Laut Microsoft werden diese Zertifikate täglich erneuert und sind jeweils nur 72 Stunden gültig. Dieses Modell begrenzt den möglichen Umfang eines Missbrauchs. Für veröffentlichte Software ist deshalb der zusätzliche Zeitstempel besonders wichtig.
Eine RFC-3161-Zeitstempelstelle bestätigt kryptografisch, dass eine Datei während der Gültigkeit des Signierzertifikats signiert wurde. Bleibt die Zertifikatskette gültig und wird kein beteiligtes Zertifikat widerrufen, kann die Signatur auch nach Ablauf des kurzlebigen Signierzertifikats weiter korrekt bewertet werden. TabellenFaktura verwendet diesen vertrauenswürdigen Zeitstempel für alle signierten Bestandteile.
Konkrete Vorteile bei Installation und Updates
Erkennbarer Herausgeber
Windows kann die Agentur Zentral GmbH als Organisation hinter der Software anzeigen. Eine anonyme Datei wird zu einem prüfbaren Unternehmensartefakt.
Manipulation wird sichtbar
Eine Veränderung nach dem Signieren macht die kryptografische Prüfung ungültig. Die Signatur schützt damit die Integrität des veröffentlichten Zustands.
Einheitliche Vertrauenskette
Installer und ausführende Komponenten tragen denselben bestätigten Herausgeber. Das erleichtert die technische Einordnung durch Windows und Sicherheitslösungen.
Nachvollziehbarer Zeitpunkt
Der Zeitstempel dokumentiert, wann die gültige Unternehmenssignatur erzeugt wurde, und erhält ihre Prüfbarkeit über die kurze Zertifikatslaufzeit hinaus.
Public-Trust-Signaturen sind außerdem für Sicherheitsfunktionen wie Microsoft SmartScreen und Smart App Control vorgesehen. Sie liefern dafür die verifizierbare Identität und Integritätsinformation. Eine Signatur ist jedoch kein Versprechen, dass jede Windows-Warnung sofort entfällt: Reputationssysteme berücksichtigen weitere Signale und können besonders bei neuen Versionen zusätzliche Hinweise anzeigen.
Was die Signatur bewusst nicht verspricht
Vertrauen entsteht nicht durch ein einzelnes Symbol. Eine gültige Signatur bestätigt den Herausgeber und den unveränderten signierten Zustand. Sie ist kein automatischer Beweis für Fehlerfreiheit, fachliche Richtigkeit oder vollständige Schadsoftwarefreiheit. Deshalb bleibt die Signierung Teil eines größeren Freigabeprozesses aus technischen Prüfungen, kontrollierter Paketierung, Prüfsummenabgleich und Tests der Installation.
Auch der Schutz des Downloadwegs bleibt wichtig. TabellenFaktura stellt Installationsdateien ausschließlich über persönliche HTTPS-Links bereit. Der Updater akzeptiert nur den vorgesehenen Downloadpfad und kontrolliert die veröffentlichte SHA-256-Prüfsumme. Signatur, Zeitstempel, Hashprüfung und geschützter Download ergänzen sich; keiner dieser Bausteine ersetzt die anderen.
So lässt sich die Signatur unter Windows erkennen
Vor dem Start einer heruntergeladenen MSI-Datei kann Windows den Herausgeber im Sicherheitsdialog anzeigen. Zusätzlich lässt sich die digitale Signatur über die Dateieigenschaften und den Bereich „Digitale Signaturen“ kontrollieren. Dort müssen die Agentur Zentral GmbH als Signaturgeber, ein gültiger Signaturstatus und der Zeitstempel erkennbar sein.
Fehlt die Signatur, wird ein anderer Herausgeber genannt oder meldet Windows eine ungültige Signatur, gehört die Datei nicht zum freigegebenen Veröffentlichungsstand. In diesem Fall sollte die Installation nicht gestartet und der persönliche Download erneut über TabellenFaktura aufgerufen werden.
Mit Version 1.5.2 wird die Herkunft von TabellenFaktura technisch prüfbar. Microsoft Azure Artifact Signing verbindet die bestätigte Identität der Agentur Zentral GmbH mit Installer und Programmkomponenten. Der vertrauenswürdige Zeitstempel erhält diese Prüfung über die kurze Zertifikatslaufzeit hinaus. Für Anwender entsteht damit ein klarerer, nachvollziehbarer und besser abgesicherter Weg von der persönlichen Downloadseite bis zur installierten Excel-Erweiterung.
Quellen und weiterführende Informationen
- Microsoft Learn: Übersicht zu Artifact Signing
- Microsoft Learn: Public Trust und weitere Vertrauensmodelle
- Microsoft Learn: Zertifikatsverwaltung und Zeitstempel
- Microsoft Learn: Signierung mit SignTool und Artifact Signing
Technik und Sicherheit von TabellenFaktura →
Häufige Fragen
Was bedeutet „digital signiert“ bei TabellenFaktura?
Die Authenticode-Signatur verbindet die veröffentlichte Datei mit der geprüften Unternehmensidentität der Agentur Zentral GmbH. Windows kann außerdem erkennen, ob die Datei nach der Signierung verändert wurde.
Werden mit TabellenFaktura erstellte Rechnungen ebenfalls digital signiert?
Nein. Die Signatur schützt die Softwarebestandteile und den Installer. Sie ist keine elektronische Signatur der erzeugten ZUGFeRD-Rechnung oder XRechnung.
Welche Dateien von TabellenFaktura sind signiert?
Bei Version 1.5.2 sind der MSI-Installer, das Excel-Add-in, die PDF- und XML-Vorschau sowie der Updatehelfer digital signiert und mit einem vertrauenswürdigen Zeitstempel versehen.
Warum ist zusätzlich ein Zeitstempel erforderlich?
Der Zeitstempel bestätigt, dass die Signatur innerhalb der Gültigkeit des Signierzertifikats erzeugt wurde. Dadurch kann sie auch nach Ablauf des kurzlebigen Zertifikats weiterhin korrekt geprüft werden, sofern kein Widerruf vorliegt.
Verhindert eine digitale Signatur jede Windows-Warnung?
Nein. Die Signatur liefert eine verifizierte Herausgeberidentität und schützt die Integrität der Datei. Windows-Reputationssysteme werten jedoch weitere Signale aus und können bei neuen Dateien weiterhin Hinweise anzeigen.
Wie lässt sich der Herausgeber kontrollieren?
Windows zeigt den Herausgeber vor der Installation und in den Dateieigenschaften unter „Digitale Signaturen“ an. Beim freigegebenen Paket lautet der Herausgeber Agentur Zentral GmbH.
E-Rechnung aus Excel testen
Die vertraute Vorlage bleibt erhalten und TabellenFaktura lässt sich im eigenen Rechnungsalltag prüfen.
Als Tester bewerben